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  • 25. Jul. 2009

    Der Ikea der Mode. Besser und knapper kann man es nicht auszudrücken. Coole Mode, faire Preise, schwedisches laisser faire. Diese drei Beschreibungen können nur auf H&M zutreffen. Vor Lichtjahren noch als Textildiscounter verrufen, gilt H&M heute als echtes Modelabel. Und schon längst nicht mehr als Einzelhändler mit unzähligen Filialen. “Das ist von H&M” wurde längst zum Synonym für “Ich bin modisch und verstehe es, clever einzukaufen.” Geadelt ist die Modemarke spätestens seitdem sich Vogue-Redakteurinnen auf der ganzen Welt zum Mixing bekennen: Schuhe von Prada, Rock von Comme des Garcons und Halbarmpulli von H&M. Den Stil der Luxusbrands brechen, nennt man das oder mit anderen Worten: Von Kopf bis Fuß in einen einzigen Designer gehüllt zu sein, ist nur Zeichen für hohen Verfügungsrahmen auf der Kreditkarte und kein Ausweis für eigenes Stibewusstsein. Stichwort: Comme des Garcons. Die Japanerin Rei Kawabuko reiht sich ein in die Schlange der renommierten Designer, die in regelmäßigen Abständen Kollektionen exklusiv für H&M entwerfen. Ihre Handschrift ist unübersehbar und trotzdem H&M like. Beworben werden die Designerstücke, die nur in limitierter Stückzahl erhältlich sind, international in allen großen Modemagazinen. Oft sind sie in Szene gesetzt von In-Models. Schuhe von Jimmy Choo stehen als nächster Topact an. Stella McCartney und als allererster Karl Lagerfeld waren ebenfalls schon für H&M aktiv. Alle paar Wochen hängt bei H&M sowieso neue Mode in den Läden. Inspiriert von den Mode-Defilés in Mailand oder Berlin, arbeiten die Haus-Designer fieberhaft an ihren Entwürfen; kurze Zeit später finden die Kunden an den Stangen die Trendmodelle. Nicht nur Damen- und Herrenmode wird abgedeckt, auch spezielle Zielgruppen werden angesprochen: Kids, Schwangere oder Sportler. Die erschwinglichen Preise erlauben es auch, zu ausgefallenen Modellen zu greifen. Ideal also, wenn man sich nicht sicher ist, ob man die khakifarbene Sarouelhose wirklich en Leben lang tragen will oder doch nur eine Sommer-Modeaffäre sucht. H&M ist bestens geeignet, seinen eigenen Typ zu verwandeln, ohne dabei ein Monatsgehalt im Laden zu lassen. So wird aus dem klassisch-eleganten Typ eben kurz das Girlie im Babydoll-Kleid oder aus dem Jeans & T-Shirt-Träger ein Boho auf Zeit.

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